Die Weiße Elster zog früher mit einer scharfen Linksdrehung durch das Paradies bis an die Prelle, und dieses eingeschlossene Arial wurde Drehling genannt. Bevor sich der Drehling zum Fußballplatz entwickelte, wurden Reitturniere und ähnliches ausgetragen.1948/49 entstand in Eigeninitiative ein Fußballplatz. Stellvertretend für die vielen Helfer waren Ernst Fietkau, Willy Kliewe, Lothar Weidlich, Walter Zipfel, Manfred Wagner,Robert Schiffer und die Gebrüder Willy und Wilfried Bergikt Aktivposten bei der Errichtung des Fußballplatzes. Nicht vergessen darf man Zack-Zack Zimmermann Werner Stamm, der sich intensiv um den Bau der Tore kümmerte. Großes Interesse hatten die Fußballer an der Holztribüne (ca. 400 Sitzplätze) von Zimmermeister Felix Weise, die zu Reitturnieren aufgebaut wurde. Kurzer Hand wurde diese für ca. 450,- Mark gekauft und auf der Elsterseite aufgebaut. Per Urkunde vom 05. 09. 1948 wurde die Tribüne mit einem Vierer-Turnier eingeweiht. Der Standort der Tribüne wurde später wieder verändert, indem man sie auf der Mühlgrabenseite aufbaute. Grund für diese Maßnahme war die Sonne, welche ständig die Zuschauer blendete. Seit dieser Zeit sah die Tribüne keine  Sonne mehr und zerfiel von Jahr zu Jahr! Ende der 40er Jahre entstand das Sportlerheim, das heute noch mit einigen kleinen Veränderungen das Domizil der Fußballer ist. Dieser Aufbau hatte natürlich auch seine Begleiterscheinungen. So wurde auf dem Gelände des Sanatoriums eine ehemalige Lazarettbaracke abgebaut und zum Drehling transportiert und gelagert. Die Zeit der Lagerung hat wahrscheinlich doch zu lange gedauerte, denn zur damaligen Zeit war Brennholz sehr knapp und ehe man sich versah, verschwanden bei Nacht und Nebel einige Teile. Hans Dampf in allen Gassen, W. Stamm, besorgte über das Chemiewerk die fehlenden Teile bzw. diese wurden nachgefertigt und es entstand das Sportheim mit Vereinslokal und Umkleideräumen. Mops Kurt Weise, Erich Heuschkel, Fritz Kallus, Heinz Ritter und Kurt Wilde die im Vereinslokal als Gastwirte fungierten, könnten bestimmt heute noch einige Stories über diese Jahre erzählen. K. Wilde war gleichzeitig viele Jahre Trainer der Köstritzer Mannschaft. Wasserleitung, Strom, Dach wurden unter fachmännischer Anleitung mit viel Fleiß und Schweißtropfen installiert. Die Köstritzer Schwarzbierbrauerei stellte für die Umkleidekabinen die Bänke und Tische zur Verfügung, die heute noch zum Inventar gehören. 1951 wurde der Platz durch Hochwasser schwer beschädigt. Als Ausweichplatz wurde wieder ins Ostseestadion gezogen. Nach dem sich das Hochwasser zurückgezogen hatte, wurde in mühevoller Kleinarbeit mit der Renovierung des Platzes begonnen. So wurde der gesamte 16 m Raum abgestochen und neue Rasenstücke, die man vom Sommerbad holte, wurden wieder eingesetzt. Der Rest wurde planiert und neuer Rasen angesät. Große Unterstützung gewährte die Gartenbaufirma Hendsch. Fünf Jahre später kam der Anbau dazu, der massiv als Wohnung gebaut wurde. Dies war eine Initiative von Willy Kliewe im Rahmen des Nationalen Aufbauwerkes (NAW).Tanz, Hundetheater, Kinderveranstaltungen waren jahrelang eine Domäne desVereinslokales, dass 1990 mit der Einheit Deutschlands zu Ende ging. Man fragt sich heute noch "Warum" ? Das ist nun Wirklichkeit geworden! 

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